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Alpe Adria Giro 2015


Martin Sommer holt sich Altersklassen-Sieg beim Alpe Adria Giro
Fahrer des arrivato/Run&Race-Teams erkämpft sich Spitzenergebnis in ATT-Serie

Der Radmarathon, welcher zur Austria-Top-Tour-Wertung gehört, startet in Villach, und führt durch Italien und Slowenien auf 165 km und fast 2500 hm wieder zurück nach Österreich. Die herausragenden Leckerbissen dieses Rad-Events sind der Predil-Pass an der Grenze zu Italien nach Slowenien der besonders reizvolle, aber zugleich auch schwierige Vrsic-Pass, welcher gespickt ist mit sehr steilen Rampen. Und besonders die heiße Abfahrt nach Kranjska Gora, mit 24 Kehren, welche immer noch gepflastert sind.
Diesem Wettkampf stellten sich 350 Radsportler, international sehr gut besetzt aus 10 Nationen, darunter auch der Masterfahrer Martin Sommer vom arrivato/Run&Race-Team des RSV Passau.

Die ersten 20 km waren noch ein relativ beschauliches Einrollen, bevor am Predilpass die erste Prüfung wartete. Gleich am Fuße des Berges wurde das Tempo stark forciert, und die ersten Gruppen bildeten sich. Sommer gelang es, sich bis zur Bergwertung knapp hinter der 20-Mann starken Spitze zu halten, in der Abfahrt formierte sich dann unter seinem Zutun eine Verfolgergruppe, bestehend aus 15 Fahrern.
Mit dieser nahm er dann auch den Anstieg rauf zum 1611m hohen Vrsic-Pass in Angriff. Auf 13 km mussten hier 1000 hm überwunden werden. Der Passauer fuhr immer an der Spitze der Gruppe mit, und bestimmte auch für lange Zeit das Tempo. Auch sein stärkster Konkurrent in der Altersklasse, der Italiener Gianni Lorenzon, war mit in dieser Verfolgungsgruppe. Dieser erhöhte nochmal drei Kilometer vor der Passhöhe die Geschwindigkeit, dieser Attacke konnte Sommer nicht folgen, doch in einer waghalsigen Abfahrt über das Kopfsteinpflaster durch die 24 Serpentinen, gelang es ihm, mit einer Spitzengeschwindigkeit über 90 km/h, wieder aufzuschließen. Und im weiteren Verlauf des Downhill´s konnte er den Italiener sogar noch abschütteln.
Die restlichen 60 km zum Ziel verliefen jetzt relativ flach bergab, doch nun öffnete der Himmel seine Pforten, und einer schwerer Regenschauer zehrte an den Kräften der Radsportler. Es formierte sich eine 7-Mann starke Gruppe, in welcher der RSV-Fahrer die meiste Führungsarbeit leistete, da er seinem Hauptkonkurrenten nicht den Anschluss ermöglichen wollte. Da die Gruppe aber nicht besonders gut lief, entschloss sich Sommer 30km vor dem Ziel zur Soloflucht. Hier gelang es ihm wegen seiner hohen Tempohärte, noch 3 min auf die Gruppe rauszufahren, um das Ziel nach einer Fahrzeit von 4:51 Std, noch 8 min vor seinem Konkurrenten Lorenzon, zu erreichen.

In der Gesamtwertung reichte das für einen hervorragenden 23. Platz, die schwere bergige Strecke meisterte er mit einem 33er Schnitt. Sieger des Rennens wurde der 23-jährige Trostberger Johannes Berndl in einer Wahnsinns Zeit von 4:32 Std.
Martin Sommer war nach dem Rennen sichtlich erfreut über seine Leistung, da er eine Woche zuvor beim SuperGiroDolomiti in Lienz, wegen einer zurückliegenden längeren Erkältung, nach 190 km aber noch 40 km vor dem Ziel, vorzeitig den Wettkampf beenden musste.
Nun folgt am Sonntag für ihn das letzte Rennen der AustriaTopTour. Mit einer guten Platzierung beim 5-Seen-Marathon mit Start in Mondsee, versucht er seinen Vorjahressieg in dieser Serie zu wiederholen.

Foto: Carolyn Friesl, Hapana.net