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Alpenbrevet 2016


Florian Wirth triumphiert beim Alpenbrevet in der Schweiz
Eginger fährt beim Extrem-Radmarathon auf Platz 3

Einer der härtesten Radwettkämpfe, das sogenannte Alpenbrevet, findet alle Jahre am letzten Augustwochenende in der Schweiz statt. Es werden drei verschiedene Strecken angeboten, die Silber-(132 km, 3875hm), Gold-(172km, 5294hm) und Platindistanz(276km, 7031hm). Gestartet wird in Meiringen, auf der Langdistanz verläuft die Tour über 5 Alpenpässe, dem Grimsel-, Nufenen-, Lukmanier-, Oberalp- und Sustenpass.
Florian Wirth, ausgezeichneter Ausdauerathlet vom Arrivato/Run&Race-Team des RSV 1895 Passau, entschied sich zum wiederholten Male, diese extreme Prüfung erneut zu meistern, und seinen Vorjahreserfolg von Platz 6 zu toppen. Vor der Rekordkulisse von 2500 Teilnehmern kein leichtes Unterfangen, mit ihm versuchten sich 261 Sportler auf der Langdistanz. Gleich zu Beginn des Rennens wurde hohes Tempo gebolzt, um das große Fahrerfeld in viele kleine Gruppen zu sprengen. Problematisch dabei war, dass alle Distanzen gemeinsam gestartet wurden, also musste man das Tempo Mitgehen, um die Spitzengruppe nicht zu verpassen. Das heißt, die ersten beiden Pässe, den Grimsel- und den Nufenenpass quasi über die Belastungsgrenzen gehen, um im Anschluss während der längeren Passage ohne viele Höhenmeter durchs Tessin, die Kräfte in einer starken Gruppe schonen zu können und schneller voranzukommen. Die absolute Spitzengruppe konnte der Eginger leider aber nicht ganz halten, sodass er einen Grossteil dieser Passage bei Gegenwind mit nur einem Begleiter bestreiten musste, und hier viele Kräfte lies. Kurz vor dem Anstieg zum Lukmanierpass schloss von hinten eine grössere Gruppe auf, in der auch der stark fahrende Schöfweger Langlaufspezialist Christoph Friedl vertreten war. Im anschliessenden 40km langen Anstieg des Lukmanierpass konnte der RSV-Fahrer alle Mitglieder dieser Gruppe wieder deutlich distanzieren und bereits den ersten Fahrer der ursprünglichen Spitzengruppe überholen. Am folgenden Oberalppass nutzte Wirth seine ausgezeichneten Bergfahrqualitäten und konnte so eine weitere Position gutmachen, bevor die Zeitneutralisierung auf der gefährlichen Abfahrt durch die Schöllenenschlucht, eine kurze Pause in der Verpflegungszone in Andermatt ermöglichte. Dort wurden die letzten Kräfte gesammelt, nach jetzt schon 225 gefahrenen Kilometer, für den abschliessenden Sustenpass, nochmal rauf auf eine Höhe von 2224m. Hier galt es, im Aufstieg noch einmal alles zu geben, 18 km die ewig lange einsehbare Steigung, mit Gegenwind nochmal gut 1300 Höhenmeter überwinden, die Beine brennen, und Florian Wirth kämpfte sich mit letzter Motivation und einer riesigen Energieleistung hoch zur Passhöhe. Hier werden auch wieder viele langsamere Rennfahrer der kürzeren Distanzen überholt, was zwar zusätzlichen Schub gibt, aber die Rennübersicht gestaltet sich zusätzlich schwierig. Also geht´s nach der Passhöhe in die Abfahrt, im Höllentempo schnell zu absolvieren, und auf den letzten Kilometern vor Innertkirchen über eine ca. 2 km lange Welle zurück nach Meiringen, nochmal die letzten Kräfte zu mobilisieren, um vielleicht doch noch einen Konkurrenten zu überholen. Am Ende fuhr Florian Wirth in einer Zeit von 10:15:41 Stunden auf Platz 3 durchs Ziel. Für die 276 km und 7031 hm ist das ein Schnitt von fast 27 km/h. Seinen persönlichen Streckenrekord konnte er um fast 10 min verbessern. Sieger des Alpenbrevet wurde Jens Christian Brockmann aus Wiblingwerde. Die Schweizerin Silvia Perrenoud startete im Trikot des Vereins-Sponsors Arrivato, auch über die Langdistanz. Sie war an diesem Tag unschlagbar schnell unterwegs und gewann souverän in einer Fahrzeit von 11:46:15 Stunden mit über einer Stunde Vorsprung die Damenwertung.

Fotos: Wirth