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DM für Senioren (Straße) in Görlitz 2016


Martin Sommer fährt bei Deutscher Meisterschaft sensationell auf Platz 3
Spechter, Götze und Schober holen sich auch gute Platzierungen

Die Deutsche Meisterschaft - Senioren-Straße fanden dieses Jahr in Görlitz statt. Gefahren wurde auf der klassischen Rennstrecke von „Rund um die Landeskrone“, ein legendäres Rennen, dieses Jahr die 81. Austragung. Radsport hat in dieser Gegend einen hohen traditionellen Stellenwert. Die selektive Runde ist 17,4 km lang, gespickt mit 220 hm, erschwerend kommen noch die vorherrschenden Windverhältnisse hinzu. Die Rennklasse der Senioren 3 musste fünf Runden, die der Senioren 2 sogar 7 Runden drehen.
Für das Arrivato/Run&Race-Team des RSV 1895 Passau waren die Top-Masterfahrer Holger Götze, Olaf Schober und Achim Spechter bei den Senioren 2 gemeldet, Martin Sommer trat in der Klasse Senioren 3 an. In jeder Kategorie konnten sie sich gegen die jeweils ca. 100 besten Rennfahrer Deutschlands messen.

Das Rennen von Martin Sommer war 87 km lang, mit über 1100 hm. Zu den Favoriten zählten der Titelverteidiger Mathias Lastowsky, Ralf Keller, Thorsten Kunath und Toralf Baumgarten. Die Strategie des Passauers war, diese vier immer im Auge zu behalten. Und an jedem Berg war es das gleiche Spiel. Die Favoriten druckten vorne auf das Gas, das Feld zog sich in die Länge, und jeder kämpfte um dranzubleiben. Dies war der Rennverlauf bis zur vierten Runde, dazu sagte Sommer nach dem Rennen: „Nach einer erneuten Tempoverschärfung über den Berg, wurde nach der Kuppe wieder taktiert, keiner wollte die Führungsarbeit übernehmen. Dies war meine Chance, ich nutzte die Gelegenheit und setzte eine harte Attacke, vielleicht geht eine Fluchtgruppe“. Sein Plan ging auf, zusammen mit einem weiteren Fahrer konnte er sich entscheidend absetzen. Das Hauptfeld war unentschlossen in der Nachführarbeit, und so konnten sie ihren Vorsprung kontinuierlich bis auf 50 Sekunden ausbauen. Die beiden waren sich einig zusammenzuarbeiten, Sommer war der stärkere Fahrer, machte die meiste Führungsarbeit, sie wollten den Vorsprung ins Ziel retten. Die 25 km lange Flucht war jedoch sehr kräfteraubend. Im Finale drehten die Favoriten um Lastowsky nochmal so richtig auf, die lange ansteigende Zielgerade saugten sie sich buchstäblich an die beiden Ausreißer heran. Mit eisernen Willen und unter Mobilisierung aller Kräfte für die letzten Meter holte Martin Sommer alles aus sich raus, aber er wurde vor Ziellinie von zwei Konkurrenten übersprintet, dennoch konnte der Passauer Platz 3 retten. Den größten Erfolg seiner Radsport-Karriere konnte er anschließend auf dem Podium unter den Klängen der Nationalhymne genießen und ist somit im Kreise der deutschen Senioren-Rad-Elite angekommen. Neuer Deutscher Meister nach einer Fahrzeit von 2:16 Stunden wurde Ralf Keller aus Leipzig, er konnte damit seinen Erfolg aus 2014 wiederholen.

Im Rennen der Senioren 2 über 122 km und 1540 hm gab es auch eine lange Liste der Favoriten, allen voran der dieses Jahr besonders starke Ruhpoldinger Markus Swassek, aber auch Hardy Zimmermann oder Frank Erk musste man auf der Rechnung haben. Auch das Arrivato/Run&Race-Team des RSV Passau stellte mit Achim Spechter, Holger Götze und Olaf Schober eine sehr starke, schlagkräftige Truppe. Zu Beginn des Rennens bildete sich auch gleich in den ersten Runden eine 3-köpfige Spitzengruppe. Der Vorsprung der drei wurde kontrolliert, und hielt sich bis Ende der vorletzten Runde immer knapp unter einer Minute. Im Hauptfeld fuhren die drei Passauer ein sehr aufmerksames Rennen, immer in den ersten Reihen vertreten. In Runde 5 kam Götze durch einen vor ihm gestürzten Fahrer auch zu Fall, konnte aber gleich wieder aufs Rad und kämpfte sich ins Feld zurück. Doch diese Aktion kostete ihn viele wertvolle Körner. In der letzten Runde machte das Feld dann nochmal Ernst, im Anstieg wurde das Tempo extrem erhöht, und die Lücke nach vorne geschlossen. Olaf Schober musste wegen Krämpfen in den Beinen zurück stecken, die Favoriten fanden sich zu einer 10 Mann großen Spitzengruppe zusammen, für Götze und Spechter war der Antritt zu hart, sie fuhren in der Verfolgergruppe ins Ziel. Am Ende belegten sie doch noch sehr gute Platzierungen, Achim Spechter fuhr auf Platz 21, Holger Götze Platz 32 und Olaf Schober schaffte noch Platz 45. Sieger und somit Deutscher Meister wurde Hardy Zimmermann aus Köln in einer Zeit von 3:06:30 Stunden.