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Dolomiten-Rundfahrt 2014


Martin Sommer erkämpft sich Platz 3 bei der Dolomiten-Rundfahrt
Fahrer des Arrivato/Run&Race verteidigt damit seine Führung in der Austria-Top-Tour

Am Wochenende fand in Lienz die Dolomiten-Rundfahrt statt. Zum ersten mal gab es auch eine Langdistanz, bei der auf 232 km satte 4850 Höhenmeter zu bewältigen waren. Diese führten über den Gailbergsattel, den Plöcken-, Lanzen-, und Nassfeldpass. Anschließend durch das Lesachtal, hoch zum Kartitscher Sattel und zurück nach Lienz. Nach anfangs eher verhaltenen Tempo ging es dann zur ersten Selektion des Fahrerfeldes. Nach 20km stand die Auffahrt zum Gailbergsattel an. Das ital. Beraldo-Team um den mehrfachen Ötztalmarathon-Sieger Roberto Cunico fuhr den Berg von unten mit hohem Tempo an. Auf dem 5 km Anstieg bildeten sich dann mehrere Gruppen. Martin Sommer konnte sich in der ersten Verfolgergruppe halten. Nach der kurzen Abfahrt stand dann der Plöckenpass auf dem Programm. Auch dieser wurde mit sehr hohem Tempo gefahren, man versuchte, die Spitze wieder zu erreichen, doch diese konnte sich absetzen. Nach 14 km wurde dann die Passhöhe erreicht. In der anschließenden Abfahrt konnte sich Sommer dann mit 5 Mann absetzen und die Fahrt Richtung Lanzenpass aufnehmen. Dieser forderte dann von den Fahrern absolut die letzten Kräfte. Bei diesem Pass mussten auf 15 km fast 1100 hm überwunden werden. Als besondere Herausforderung gibt es oben eine 2 km lange Steilpassage mit 14 – 22% Steigung. In dieser Passage viel der Passauer etwas zurück, kämpfte sich aber mit eisernen Willen zur Passhöhe und konnte dann in einer schnellen Abfahrt wieder aufschließen. Dann ging es gleich wieder hoch zum Nassfeldpass. Hier zerfiel die Gruppe. Sommer quälte sich mit zwei Österreichern die 13 km und 1000 hm hoch. Durch das hohe Tempo der drei holten sie noch einige abgesprengte Fahrer der Spitzengruppe auf, darunter auch den Marathonspezialisten Paul Lindner, der sich im ersten Teil etwas übernommen hatte und zurück fiel. In dieser 6 Mann Gruppe meisterten sie dann auch die anschließende Abfahrt. Diese erste Hälfte des Rennens war für den Auto-Verkehr total gesperrt, und so konnte man in der Abfahrt Geschwindigkeiten bis zu 90 km/h erreichen. Nun führte die Rennstrecke durch das Lesach-Tal. Hier ging es mit moderaten Steigungen fast 50 km bergauf. Durch die große Hitze, die Strapazen und das hohe Tempo wurde Martin Sommer hier immer wieder von Krämpfen geplagt, konnte sich aber immer wieder regenerieren, andere fielen dadurch aus der Gruppe. Nach 200 km wurde dann der Kartitschsattel erreicht. In einer waghalsigen Abfahrt konnte sich dann der Passauer nochmal absetzten und fuhr die letzten 30 km in einer Soloflucht ins Ziel. Mit einer Endzeit von 8:17:30 und einem Schnitt von 28 km/h kam er als Gesamt 31ter ins Ziel. In seiner Altersklasse erreichte er damit den 3. Platz. Trotzdem konnte Martin Sommer seinen Vorsprung in der Tour-Wertung nochmal ausbauen. Der Sieger des Rennens, der ital. Enrico Zen, fuhr die Strecke aber nochmal eine Stunde schneller. Von den rund 400 gestarteten erreichten wegen der schweren Strecke und der großen Hitze nur 266 Fahrer das Ziel in Lienz.
Als nächste Herausforderung steht am Sonntag in St. Pölten ein Marathon an, für den sich die Passauer Achim Spechter und Martin Sommer einiges vorgenommen haben. Dieser dient als Qualifikationsrennen für die Amateur-Straßen-WM in Slowenien, welche die beiden ins Visier genommen haben.

Martin Sommer am Lanzenpass (22% Steigung)