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Dolomiten-Rundfahrt 2019


Martin Sommer erkämpft bei Dolomiten-Rundfahrt den Altersklassen-Sieg
Führung in der AustriaTopTour-Wertung ausgebaut

Die legendäre Dolomiten-Rundfahrt, Österreichs ältester Radmarathon, war die dritte Station der diesjährigen AustriaTopTour. Vom Start in Lienz wurden 800 Radrennfahrer auf die 112 Kilometer und fast 1900 Höhenmeter lange Runde, über den Gailberg- und den Kartitschsattel, geschickt. Dieser Herausforderung stellten sich auch Matthias Peter und Martin Sommer vom Arrivato/Run&Race-Team des RSV 1895 Passau. Beide versuchten ihre guten Platzierungen der vorangegangenen Marathons zu wiederholen. Für Sommer ging es vor allem um die Verteidigung der Führungsposition in seiner Altersklasse. Im Rennverlauf wurden die ersten zwanzig flachen Kilometer von den Athleten dazu genutzt, langsam so richtig in Schwung zu kommen, obwohl das Feld meist mit 45 km/h dahin brauste. Die Favoriten versuchten doch im vordersten Teil ihre Position zu finden, vor allem ab Oberdrauburg, hier begann der erste Berg. Der Gailbergsattel musste überwunden werden, ein 6,8 km langer Anstieg über 380 Höhenmeter, bis zu 9% steil auf eine Höhe von 982m. Hier zog sich das Feld gleich mal in die Länge, anfangs konnten die beiden Passauer noch ganz vorne mitfahren, jedoch setzte sich im weiteren Verlauf des Anstiegs eine 22-Mann Spitzengruppe ab. Im ersten Verfolgerfeld konnten Peter und Sommer die Passhöhe überwinden. In höllischen Tempo stürzten sie sich in die Abfahrt nach Kötschach, man wollte die Lücke zur Spitze wieder schließen.  Doch auch die Spitze war sich einig, und konnte sich vom Feld absetzen. Nach Kötschach zweigte die Route in das landschaftlich traumhafte Lesachtal, hier verläuft auf 40 Kilometer ein terassenmäßiger Anstieg rauf zum Kartitschsattel auf eine Höhe von 1530 m. Viele kleine Rampen bis zu 15% steil, mit anschließenden Flachpassagen und sogar kurzen Abfahrten ziehen den Rennfahrern die Kräfte aus den Beinen. Das Tempo war den ganzen Anstieg hoch, in den Kletterpassagen drückten die Bergspezialisten aufs Pedal, in den flachen Abschnitten kamen wieder mehr die Rolleure zum Zug. Sommer und Peter nutzten hier die Taktik, in die Steilpassagen vorne rein zu fahren, sich langsam durchreichen zu lassen, um sich anschließend in den flachen Abschnitten wieder vor zu kämpfen. Bei jedem Anstieg das gleiche Spiel. Als Besonderheit dieses Jahr kam eine kleine Umleitungsstrecke wegen eines Erdrutsches bei Maria Luggau dazu. Dieser 4 km lange Abschnitt, auf einer sehr schmalen Straße, wurde zwar wegen der Sturzgefahr neutralisiert passiert, doch wurde im Verfolgerfeld besonders auf das Tempo gedrückt, da sich hier speziell steile Passagen bis zu 20% befanden, und sogar 2 km auf einer Naturstraße mussten überwunden werden. Der Plan war einfach ein paar Konkurrenten abzuhängen. Die beiden Passauer nutzten hier ihre Radbeherrschung, und konnten so an der Spitze des Feldes mitmischen. Der letzte härtere Abschnitt der Passstraße führte nach Obertilliach, im Verfolgerfeld wurde nochmals Gas gegeben, die Tempoverschärfung lies nochmal ein paar Konkurrenten zurück fallen, aber Peter und Sommer ließen nicht locker, und konnten so in einer 20-Mann Gruppe die Passhöhe überwinden. Jetzt war für sie der schwierigste Teil des Rennens geschafft, bei der Abfahrt ins Drautal lag die Spitzengeschwindigkeit knapp unter 100 km/h. Die restlichen 27 Kilometer ins Ziel verliefen tendenziell bergab, die Gruppe arbeitete gut zusammen, der Schnitt in diesem Abschnitt lag jetzt nochmal bei 47 km/h. Der letzte Kilometer wurde wieder hektisch, die Zielpassage verlief auf einer engen, winkligen Straße durch die Stadt. Sommer konnte sich vorne positionieren und belegte so Platz 29 im Gesamtklassement nach einer Zeit von 3:04 Stunden. Gleichzeitig war der Sieg in seiner Altersklasse mit einem Vorsprung von mehr als 12 min aber souverän. Somit konnte der 55 jährige den Vorsprung in der Tournee-Wertung nach Platz 3 in Neusiedel, Platz 2 in St. Pölten und dem jetzigen Sieg weiter ausbauen. Matthias Peter schaffte gleich hinter ihm mit Gesamtplatz 33 in seiner Altersklasse Rang 12, machte so auch einen Sprung nach vorne in der AustriaTopTour-Wertung. Seinen Heimvorteil nutzte der Sieger des Rennens, Simon Schupfer aus Lienz, in einer Zeit von 2:52 Std., bedeutet ein Schnitt von 39 km/h. Beim abschließenden 5-Seen Marathon in Mondsee in zwei Wochen hat das Arrivato/Run&Race-Team nochmals die Möglichkeit, seine Positionen zu verbessern.

Foto: Sportograf

Sieger bei den Masters 4 - Martin Sommer