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Holger Götze in Sachsen


Holger Götze sichert sich B-Klasse-Status im Elitebereich
Seniorenfahrer des RSV 1895 Passau mischt bei den Amateuren kräftig mit

Die letzten drei Wochenenden bestanden aufgrund der Ferien, wenig Gelegenheiten Lizenzrennen in Bayern zu bestreiten. Deshalb wich Holger Götze vom Arrivato/Run&Race-Team des RSV 18595 Passau nach Sachsen aus und bestritt dort mehrere Rennen in der Elite-Klasse, auch um den Lizenzstatus als B-Fahrer für 2018 abzusichern.
Zuvor unterzog sich der 42-jährige einer Art Höhentraining, bei einem dreiwöchigem Aufenthalt im Himalaya, der im Erklimmen des höchsten befahrbaren Passes der Welt, Khardung La (5680m) mit Oldtimer-Traktoren gipfelte. Natürlich ließ er es sich da nicht nehmen, diese Strecke auch mit dem Fahrrad zu bewältigen. Nur drei Tage nach der Rückkehr sattelte Götze vom 3-Zylinder Eicher wieder auf das Rennrad um. Gestärkt durch dieses Training war am 20.08. in Hartmannsdorf bei Chemnitz die erste Station. Am Start war die versammelte Konkurrenz ostdeutscher KT-Teams (Team P&S, LKT), und starke Elite Mannschaften, gegen die er als Einzelkämpfer bestehen mußte. Von Beginn an übernahmen diese Mannschaften das Ruder, und ließen keine Versuche zu, ihre Dominanz zu gefährden. Am Ende belegte der Passauer Rennfahrer Platz 14, sein Ziel war jedoch eine Top-Ten-Platzierung für den Klassenerhalt. Dennoch war es ein gelungener Wiedereinstieg ins Renngeschehen, über die 61 km bei einem Schnitt von knapp über 43km/h auf dem hügeligen und windigen Kurs, mußte man schon eine große Tempohärte aufbieten.

Am Wochenende 26./27.08. standen gleich zwei Rennen auf dem Rennprogramm: Ein Kriterium in Niederfrohna, und das 65. Radrennen am Sachsenring, ein echter Klassiker im Straßenkalender der Bundesrepublik. Beide Rennen weisen ein bergiges Profil auf, und zeigen erst auf den letzten Kilometern, wer der stärkste Fahrer ist. Beim Kriterium in Niederfrohna über 72 km, hielt sich Holger Götze noch etwas zurück, da sich bereits zu Beginn eine Spitzengruppe mit 8 Fahrern bildete, die sich sehr schnell einen Vorsprung von ca. 1 Minute herausarbeitete. Aus dieser Gruppe ging auch der spätere Sieger Martin Bauer (Team Ur-Krostritzer) hervor. Im Sprint des Verfolgerfeldes konnte sich Götze als 13ter Platzieren.
Am Sonntag beim Straßenrennen "Rund um den Sachsenring" über 68 km schlug das internationale Starterfeld sofort ein hohes Tempo an. Eine Vierergruppe, mit dem späteren Sieger vom KT-Team LKT aus Brandenburg, konnte sich nach einem Drittel der Renndistanz am Berg absetzen. Sein Team und Ur-Krostritzer kontrollierten das restliche Feld, verloren jedoch auch Runde um Runde Fahrer. Von den ca. 70 gestarteten Fahrer sollten nur 19 das Ziel erreichen. Der RSV-Fahrer zeigte sich aufmerksam an der Spitze des Verfolgerfeldes. Die Belohnung dafür war ein ausgezeichneter 10. Platz, und damit der Erhalt der B-Klasse bei den Elite-Fahrern für die Saison 2018.

Chemnitz wirbt als "Stadt der Moderne". Dennoch fand das Rundstreckenrennen am 1.September vor dem Rathaus auf einer 800m langen Runde, mit historischem Kopfsteinpflaster vor begeisterter Zuschauerkulisse statt. Diese fast "belgischen Bedingungen" und die Dämmerung hielt die Rennfahrer aber nicht davon ab, über die 50 Runden einen 45er Schnitt aufs Pave' zu legen. Diese Hatz, der Untergrund, schmale Gassen und enge rutschige Kurven ließen keine Seitenblicke in Richtung der glitzernden Einkaufstempel zu. "Ich bin nicht einmal dazu gekommen, ein Gel zu essen. Lenker festhalten war wichtiger!" kommentierte Götze später. Nach knapp einer Stunde war die Jagd vorbei und Martin Bauer (Team Ur-Krostritzer) gewinnt vor Jan Ryba (KT Sparta Prag). Holger Götze kommt im Sprint auf einen 13. Platz.

Das letzte Rennen der "Tour de East" fand am Sonntag, 03. September, in Zwenkau bei Leipzig statt. Ausgetragen im Kriteriumsmodus über 66km, und am Ende mit einem flotten 44er Schnitt. Die Teams Ur-Krostrizer und P&S übernahmen mit 7 bzw. 5 Fahrern sofort die Kontrolle. Ein Eindringen in diese Phalanx der Stärke war für den Einzelstarter nahezu unmöglich. RSV-Fahrer Götze versuchte sich mehrfach in Gruppen abzusetzen. Diese wurden jedoch alle wieder gestellt. Am Ende gewinnt souverän der Sprintspezialist Erik Mohs aus Leipzig. Für Holger Götze war es einmal wieder der 14. Platz in dieser Saison. Mit dieser Leistung zeigte er sich aber nicht zufrieden, da erneut eine Top-Ten-Platzierung das erklärte Ziel für dieses Rennen war. Zumindest das bayern-interne Duell gegen Josef Schafbauer vom VCR Regensburg konnte er damit für sich entscheiden. Mit zwei weiteren Platzierungen würde er wieder den Aufstieg in die A-Klasse schaffen, sein erklärtes restliches Saisonziel. Die nächsten Rennen sind am Wochenende das Volksfestkriterium in Freising und das Brückencenter Kriterium eine Woche später in Ansbach. Mit seiner derzeitigen Form hat Holger Götze große Chancen dazu.