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Martin Sommer gewinnt Etappenrennen in Langenlois


Martin Sommer vom Arrivato/Run&Race Team dominiert bei den 5. Rennradtagen in Langenlois
Mit zwei Siegen und zweimal Platz 3 sichert er sich die Gesamtwertung des Etappenrennens

Letztes Wochenende fanden von Freitag bis Sonntag die 5. Internationalen Rennradtage im österreichischen Langenlois statt. Bei diesem Rennen, das über vier Etappen führt, wird den Fahrern alles abverlangt. Vielseitigkeit ist gefragt. Begonnen wurde am Freitag mit einem flachen Straßenrennen, es folgte Samstag vormittags ein Einzelzeitfahren und nachmittags ein Massen-Bergsprint. Am Sonntag fand dann noch ein Straßenrennen in bergigem Terrain statt.
Das Masterrennen ist immer mit sehr guten Fahrern besetzt. Dieses mal waren mit Wolfgang Lackner und Wolfgang Treitler, die österreichischen Meister im Paarzeitfahren, am Start. Auch meldete Werner Pinczker, der in jungen Jahren beim Ötztaler schon 2x zweiter wurde und die Mallorca Rundfahrt gewann, Siegambitionen an. Diesem hochkarätigen Starterfeld stellten sich zwei Fahrer vom RSV Passau, Martin Sommer und Achim Spechter. Besonders erschwerend kam hinzu, dass alle drei Tage das Balkantief über die Fahrer fegte, und es wie aus Eimern regnete.
Gleich auf der ersten Etappe setzte Martin Sommer, angestachelt von den widrigen Wetterverhältnissen, 10 km nach dem Start die entscheidende Attacke. Gefolgt von Wolfgang Treitler und Hubert Mayer aus Traunreut setzten sich die 3 vom Hauptfeld ab, und arbeiteten hervorragend zusammen, um den Vorstoß zu sichern. Das wegen des schlechten Wetters auf zwei Runden ( =67 km) verkürzte Rennen beendeten die drei Ausreißer mit fast 3 Min Vorsprung auf das Hauptfeld. 1000 m vor dem Ziel setzte Sommer nochmal eine Attacke, der nur Mayer folgen konnte. Er sicherte sich aber den Etappensieg in seiner Altersklasse und konnte hier Treitler auch noch mal 7 Sek. abnehmen. Diese Etappe wurde mit einem Schnitt von 40 km/h gefahren.
Am nächsten Vormittag fand das Einzelzeitfahren über 17 km statt. Hier galt es für die Passauer, gegen die harte Konkurrenz zu bestehen, welche auch mit speziellen Zeitfahrrädern ausgestattet war. Hier zeigte Lackner seine besondere Klasse, er gewann mit 59 Sek. Vorsprung vor Treitler. Doch Sommer lies sich nicht unterkriegen. Mit aller Kraft und Willenshärte belegte er Platz 3, nur eine Sekunde hinter Treitler. Beim EZF kamen die Asse auf ein Schnitt von 43 km/h.
Nachmittags folgte dann der Bergsprint über 12 km. Hier mussten die beiden RSV Fahrer ihre Bergqualitäten auspacken. Auf den Anfangs noch flachen 6km sorgte hier Achim Spechter für ein hohes Tempo, dann erwartete sie der Berg mit bis zu 12 % Steigung. Jetzt übernahm der steierische Bergspezialist Michael Schwarzäugel die Spitze. Nur Sommer und ein weiterer Österreicher konnten noch folgen. Aber 3 km vor dem Ziel musste er reißen lassen, und so konnte Lackner wieder zu ihm aufschließen. In einem heißen Finalsprint gelang Sommer aber der Sieg vor Lackner, erkämpfte sich so auch wieder eine Zeitgutschrift, und konnte dem Gesamtzweiten Treitler hier 1:11 min abnehmen. Der Bergsprint wurde mit ᴓ32,4 km/h beendet.
Nun stand noch die finale Bergetappe am Sonntag auf dem Programm. Es galt jetzt den Vorsprung von 1:29 auf Treitler und 1:44 min auf Lackner zu verteidigen. Die Strecke bestand aus drei Runden mit jeweils 2 Bergen, gesamt 68 km lang und es mussten 1000 hm bewältigt werden. In der ersten Hälfte des Rennens konnte sich Sommer auf die Arbeit seines Teamkollegen Achim Spechter verlassen. Er hielt für ihn am Berg immer das Tempo hoch. In der 2. Runde suchte aber Sommer dort die Entscheidung, zog das Tempo nochmal an. Jetzt verkleinerte sich das Feld auf ca. 15 Fahrer, er konnte aber seine Verfolger Treitler und Lackner nicht abschütteln. In der letzten Runde forcierte der Arrivato/Run&Race Fahrer am Berg nochmal das Tempo, und konnte so die Gruppe auf 6 Mann sprengen. Nur Lackner lies sich nicht abschütteln. Dieser versuchte danach auch immer wieder zu attackieren, nur Sommer parierte alle, und zeigte, dass der Sieg nicht mehr zu nehmen war. In einer Hochebene ging es dann mit Rückenwind dem Ziel entgegen. Hier erzielten die Fahrer Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h. Im Zielsprint ließ dann nochmal Werner Pinczker seine Klasse aufblitzen, und sicherte sich den Tagessieg, gefolgt von Lackner und dem Passauer. Diese Etappe wurde mit einem knappen 36er Schnitt beendet.
Martin Sommer holte sich aber den Gesamtsieg mit einem Vorsprung von 1:42 min auf Lackner und 4:17 vor Treitler. Mit seiner Siegerzeit von 4:23:14 hätte er auch die jüngere Altersklasse gewonnen.
Auch Achim Spechter lieferte ein hervorragend gutes Rennen ab. Am Freitag fuhr er in seiner Klasse auf 2. Platz, und in der Gesamtwertung belegte er einen ausgezeichneten 4. Rang.