Aktuell Team Breitensport Kontakte Mitgliedschaft Vereinsleben Fotos Links Archiv
Startseite Aktuell

Aktuell


Impressum/Datenschutz

Master-World-Championship in St. Johann 2019


Martin Sommer vollendet erfolgreiche Saison mit Vize-WM-Titel
Riesenerfolg bei den Master-World-Championship in St. Johann

Den größten Erfolg seiner Radsportkarriere feierte Martin Sommer vom Arrivato/Run&Race-Team des RSV 1895 Passau, bei den Master Cycling Classic World Championships in St. Johann/Tirol. Hier findet seit über 50 Jahren die Weltmeisterschaft der lizenzierten Rennradamateure in den einzelnen Altersklassen statt. Athleten aus allen Ländern der Welt bestreiten das Straßenrennen. Die WM-Strecke, die Distanz von 76 Kilometer mit 600 Höhenmeter, liegt dem Passauer, hier gewann er eine Woche zuvor den Radweltpokal. Seine Altersklasse war hochklassig besetzt, ehemalige Profis waren mit am Start, als Favoriten galten hier aus Österreich Christin Eminger, und aus Italien Mauricio Vandelli, doch auch Sommer zeigte gute Form und ging hochmotiviert in das Rennen. Das über 50 Fahrer große Feld musste zwei Runden drehen, die Schlüsselstellen sind die Huberhöhe, der Anstieg nach Schwendt, und der Loferberg. Hier wird meist versucht, eine Selektion oder Vorentscheidung herbei zu führen. Die erste Runde verlief in der Anfangsphase dann auch etwas hektisch, unzählige Attacken wurden lanciert, aber keine führte zum Erfolg. Auch Sommer war mehrmals in den Spitzengruppen vertreten, doch das Hauptfeld schloss immer wieder auf. Gegen Ende der ersten Runde beruhigte sich wieder alles, alle waren jetzt angespannt zum Anstieg auf die Huberhöhe. Und schon im unteren Teil wurde das Tempo forciert, die Favoriten sammelten sich an der Spitze des Feldes, nun begann eine Art von Ausscheidungsrennen. Immer wieder knallharte Attacken, des Loch wieder schließen, und gleich wieder der nächste Angriff. Dies ging bis 15 Kilometer vor dem Ziel immer wieder so weiter, doch jetzt gelang Sommer zusammen mit fünf weiteren Rennfahrern, darunter Christian Eminger und der Ulmer Heiko Gericke, zwei Tempoharte Athleten, der entscheidende Vorstoß. Diese Gruppe harmonierte perfekt, gemeinsam versuchten sie das Tempo immer um die 45 km/h hochzuhalten, doch das Feld war ihnen auf den Fersen, immer nur ca. 100m hinter ihnen. Also hieß es mit Vollgas bis ins Ziel, und nur nicht anfangen zu taktieren, da sonst der Vorstoß schnell zunichte wäre. Gemeinsam bogen die sechs auf die Zielgerade ein, das Feld nur wenige Meter dahinter. Den langen Sprint eröffnete der Österreicher, dahinter aus den Niederlanden Ivano Zwirs, gefolgt von Sommer. Den Holländer konnte der Passauer noch übersprinten, doch gegen den harten Antritt von Eminger hatte der 55-jährige keine Chance. Martin Sommer war aber auch mit dem Vize-Titel überglücklich, meinte danach voller Stolz: „Ich wollte diese Saison nochmal mit einem Top-Ergebnis abschließen, habe die letzten Wochen sehr hart trainiert, und mit vielen Rennen meine Rennhärte nochmal erhöht. Der 2. Platz hier ist die verdiente Belohnung“. Mit der Siegerzeit von 1:52 Stunden für die 76 km wurde das Rennen mit einem Schnitt von 41 km/h beendet.


Gericke, Sommer Sommer, Zwirs

Fotos: Sommer