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Mondsee Marathon 2017


Michael Peter fährt beim Mondsee-Marathon sensationell auf Platz 9
Martin Sommer gewinnt Ü45-Wertung, Florian Wirth erkämpft Platz 9 auf der Langdistanz

Der 31. Mondsee 5-Seen Radmarathon, welcher zur Austria-TopTour-Wertung zählt, wurde heuer unter der Rekordbeteiligung von 2200 Radathleten gestartet. Zur Auswahl standen drei verschiedene Streckenvarianten, mit 70, 134 oder 200 km. Rund 800 Rennfahrer entschieden sich für die mittlere Distanz von 134 km und 1150 hm. Mit dabei für das Arrivato/Run&Race-Team des RSV 1895 Passau waren Robert Brandl, Thomas Emberger, Christof Franiak, Manfred Huber, Bernd Kauer, Matthias, Micheal und Otto Peter und Martin Sommer. Vom Start in Mondsee verliefen die ersten 10 km erst einmal flach den See entlang, bis zur Scharflinger Höhe, dem Übergang zum Wolfgangsee. Hier knallte das riesige Feld die 3 km lange Steigung gleich im vollen Tempo drüber, eine erste Selektierung fand statt, knapp 100 Mann groß war das vorderste Feld, mit dabei Emberger, Kauer, Matthias und Michael Peter und Sommer, das sich dann am Wolfgangsee entlang Richtung Bad Ischl wälzte. Von dort durch das Langwiesental zum Traunsee, wo in Altmünster dann die nächste Steigung wartete. Für die ersten 70 km bis hierher, war das Spitzenfeld mit einem 44er Schnitt unterwegs. Jetzt aber ging es 15 km bergauf, die Großalmstrasse. Das Tempo am Berg zogen die Spitzenfahrer gleich wieder an, das große Feld teilte sich in mehrere Gruppen, vorne setzten sich ca. 30 Fahrer ab, mit dabei Matthias und Michael Peter und Martin Sommer. Die Abfahrt zum Attersee wurde in einem horrenden Tempo absolviert, hier wurde eine Spitzengeschwindigkeit von knapp 105 km/h erreicht. Von Steinbach musste jetzt gut der halbe See gegen den Uhrzeigersinn bis Nussdorf umrundet werden. In Weyeregg wartete für die Passauer noch eine kleine Überraschung, die DJK Eintracht Passau war dort zum Zelten und feuerte die Rennfahrer an, das gab noch mal einen extra Schub. In Nussdorf zweigte dann die Spitzengruppe dann nach Oberaschau ab, dem letzten entscheidenden Berg. Die drei „Arrivatos“ hatten sich vorne perfekt positioniert, und sofort attackierte das Salzburger Esin-Team voll in den Berg hinein. Michael Peter fasste sich ein Herz und sprang gleich hinterher. Den 5 km langen Anstieg teilet sich das Feld, vorne 18 Mann in der Spitze mit dem jungen Passauer, dicht dahinter formierte sich das Verfolgerfeld mit seinem Bruder und dem Masterfahrer Sommer. Einsetzender Regen erschwerte jetzt noch die Abfahrt Richtung Mondsee, fast wäre es wieder zum Zusammenschluss der beiden Gruppen gekommen, doch letztendlich setzte sich die Spitze bis ins Ziel durch. Den Sieg holte sich Florian Kierner aus Buchkirchen nach 3:15:30 Std mit einem Schnitt von 41,1 km/h. Michael Peter sprintete auf den hervorragenden 9. Platz, ein super Ergebnis für das 15-jährige Passauer Radsporttalent gegen die große Konkurrenz. Den Sprint der Verfolgergruppe gewann Martin Sommer, er sicherte sich Platz 19 und somit den Sieg in der Altersklasse Ü45. Matthias Peter errang Platz 24. Die beiden haben durch die guten Ergebnisse bei der AustriaTopTour jeweils ihre Führung in ihren Altersklassen verteidigt. Sommer liegt durch seine Siege beim Neusiedlersee-, St. Pölten- und jetzt beim Mondsee-Marathon aktuell in der Allgemeinen-ATT-Gesamtwertung auf dem 4. Platz. Auch Thomas Emberger (Platz 65) und Bernd Kauer (Platz 71, AK Ü45 Platz 6) erzielten am Mondsee sehr gute Ergebnisse.

Auf der 200 km langen Runde mit 2300 hm kämpfte sich neben fast 500 Langstreckenspezialisten auch Florian Wirth ab. Der Knackpunkt dieser Strecke ist der 17 km lange Anstieg rauf zur Postalm (1304m). Die zusätzlichen 66 km der langen Runde verlaufen vom Wolfgangsee über die Postalm zum Pass Gschütt, dem Hallstättersee wieder nach Bad Ischl, wo die Strecken wieder zusammenlaufen.
Das Rennen wurde von Anfang an schnell gefahren, im Anstieg zur Postalm bildete sich eine ca. 15 Mann starke Spitzengruppe. In der Verfolgergruppe mit 8 Fahrern hielt sich Florian Wirth, am Anfang vom Pass Gschütt hatte die Gruppe zunächst 2 Minuten Rückstand auf die Spitze, oben am Pass waren sie schon in Sichtweite und am Hallstätter See kam es zum Zusammenschluss. Mit beginnendem Regen nach Altmünster wurde am Anstieg aussortiert, sodass nur noch 10 Fahrer, mit dem Eginger Wirth, nach der Abfahrt übrig waren. Der spätere Sieger, Hannes Brandecker aus Reichraming vom Melasan-Team, konnte sich noch am Attersee absetzen, und kam am Ende mit 2 min Vorsprung nach 5:13 Std und einem Schnitt von 38,3 als erster im Ziel an. Am letzten Anstieg von Nussdorf zum Mondsee hinüber zerfiel dahinter die Spitzengruppe. Wirth kämpfte vorne mit, unterschätzte aber in der Abfahrt eine Kurve, hatte einen leichten Sturz, und fiel dadurch in die nächste Gruppe zurück. Im Endspurt erkämpfte sich der 29-jährige den ausgezeichneten 9. Platz.


Foto: Sommer

v.l. Matthias Peter, Christof Franiak, Michael Peter, Manfred Huber, Otto Peter, Thomas Emberger, Martin Sommer