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Radweltpokal St. Johann 2019


Martin Sommer siegt beim Radweltpokal in St. Johann

Der Radweltpokal in Österreich hat eine langjährige Tradition. Bereits zum 51. Mal wird in St. Johann das Rennen für alle Altersklassen von 18 – 80+ Jahren ausgerichtet, und hat den Stellenwert einer inoffiziellen Weltmeisterschaft gemeinsam für Hobby- und Lizenzfahrer. Deswegen kommen die Rennfahrer aus allen Erdteilen, Athleten aus 56 Ländern wurden erwartet. Für das Arrivato/Run&Race-Team des RSV 1895 Passau waren bei den Junioren Michael Peter, und in der Master III, Martin Sommer am Start. Die Runde über 36 Kilometer und 300 Höhenmeter hat zwei markante Sektoren, die Anstiege zur Huberhöhe, und rauf nach Schwendt. Hier können sich meist kleine Spitzengruppen absetzen, doch die restlichen 20 km der Runde verlaufen flach, wodurch meist das Hauptfeld wieder aufschließt, und Letzen Endes alles auf einen Massensprint rausläuft.

Das Rennen der Master III führte über 2 Runden, also 76 km. Auf dem ersten Anstieg zur Huberhöhe war das Fahrerfeld kontrolliert schnell, Martin Sommer bestimmte an der Spitze das Tempo. Auf dem folgenden Abschnitt nach Schwendt, probierten zwar einige Akteure auszubrechen, doch das Feld war noch zu wachsam, und jeder Vorstoß wurde schnell wieder zugefahren. Nach der Abfahrt nach Kössen war es aber dann Sommer, der bereits nach 20 km einen Solovorstoß wagte, und sich auch einen kleinen Vorsprung erarbeitete. Ihm folgten jetzt nochmal 4 Fahrer, mit dabei der Holländer Barend Verhagen, aus Belgien Frank Suys, und Heiko Gericke aus Ulm, alle Spitzenathleten. Sie bildeten ein starkes Quartett, das schnell zum Passauer aufschloss. Gemeinsam erarbeiteten sie sich dann einen Vorsprung von 1 Minute auf das Hauptfeld. Bereits hier merkte Sommer schon, dass er an diesem Tage sehr gute Beine hatte, er trieb immer wieder das Tempo in die Höhe, wenn die anderen etwas nachließen. Trotzdem konnten nach 30km nochmals 6 Konkurrenten aufschließen, mit von der Partie die beiden Favoriten aus Österreich, Christian Eminger und Werner Pinczker. Jetzt waren also alle Spitzenfahrer vorne vertreten, die letzten 20 km bis ins Ziel bescherte eine Attacke nach der anderen, man suchte eine Vorentscheidung. 10 km vor dem Ziel setzte dann Sommer zusammen mit Verhagen, Suys und einem weiteren Belgier alles auf eine Karte, die Attacke hatte Erfolg, und die vier konnten sich von dem Feld entscheidend absetzen. Den langen Schlusssprint entschied dann Sommer für sich, anschließend meinte er: „Ich wusste, das ist heute mein Tag, ich fühlte mich das ganze Rennen sehr gut, ich wollte den Sieg unbedingt einfahren“. Die nötige Rennhärte dazu holte er sich zuvor noch bei der Weltradsportwoche, wo er drei Tage in Gelb fuhr. Der Holländer, ein exzellenter Sprinter, machte es ihm aber nicht leicht, erst auf den letzten 20m konnte der 55-jährige an ihm vorbei ziehen, und mit einer halben Radlänge siegen. Auf Platz 3 fuhr Frank Suys. Die Siegerzeit von 1:51:57 Std bedeutete fast einen 41er Schnitt. Abends folgte dann eine weltmeisterlich gestaltete Siegerehrung. Unter den Klängen der Nationalhymne und im Siegertrikot mit WM-Streifen durfte Martin Sommer die Zeremonie genießen.

Am nächsten Tag fand das Rennen der Junioren mit Michael Peter statt, um ein großes Fahrerfeld zu haben, wurden sie zusammen mit den Amateuren über 3 Runden, somit knapp 110km mit 900 hm, auf die Strecke geschickt. Mit im Fahrerfeld der ehemalige Profi Deniele Nardello, welcher schon für Mapei und Telekom unter Vertrag war, und sogar eine Tour de France Etappe gewann. Von Beginn an war das Tempo sehr hoch, es wurde versucht, das Feld zu selektionieren. In der zweiten Runde setzte sich ein Gruppe von Amateuren mit Nardello im Anstieg nach Schwendt ab, das Hauptfeld wollte den Anschluss wieder herstellen, womit das Tempo in der Ebenen sehr hoch war, die Fahrer aufgereiht, wie an einer Perlenschnur. Doch die Spitze konnten sie nicht mehr holen. In der 3. Runde im Anstieg konnte sich Michael Peter mit einer kleinen Gruppe auch mal absetzen, doch sie wurden in der Abfahrt wieder gestellt. Auf den letzten 20 km setzte nun noch starker Regen ein, was im Fahrerfeld Hektik aufkommen ließ. Eine Gruppe mit 2 Junioren konnte sich absetzen, Im Schlußsprint des Hauptfeldes schaffte dann Michael Peter noch Rang 4 bei den Junioren. Bei den Amateuren siegte der Traunsteiner Daniel Bichlmann vor Daniele Nardello nach 2:36 Std mit einem Schnitt von gut 42 km/h.

v.L.: Verhagen, Sommer, Suys

Foto: Sommer