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Rothaus RiderMan 2016


Sommer und Wirth beim Riderman Top – Platziert
Martin Sommer erkämpft sich in der Altersklasse Platz 5

Der Rothaus-Riderman im Schwarzwald ist das einzige mehrtägige Jedermann-Etappenrennen in Deutschland, es ist auch Bestandteil der German Cycling Cup, einer Serie aus den größten Radmarathons Deutschlands. Vom Austragungsort des Riderman in Bad Dürrheim werden die drei Etappe gestartet, zuerst ein bergiges Einzelzeitfahren über 16 km und 200 hm. Danach folgen zwei Etappen über 110 km und 2000 hm, beziehungsweise 87 km und 1100 hm. Vor einer Rekordkulisse von gut 700 Teilnehmern war dies die 17. Austragung. Neben den vielen Top-Hobby-Rennradfahrern verpflichteten die Veranstalter außerdem mit Simon Geschke vom Team-Giant-Alpecin (Sieger einer schweren Bergetappe der letztjährigen Tour de France) und Hanka Kupfernagel (5-fache Weltmeisterin) die beiden Profis als Zugpferde für dieses Mega-Ereignis. Vom Arrivato/Run&Race-Team des RSV 1895 Passau mischten sich Martin Sommer und Florian Wirth ins große Fahrerfeld, um in ihren Altersklassen mächtig aufzutrumpfen.
Als erste Etappe stand das Einzelzeitfahren auf dem Programm. Auch hier in dem Hobby/Amateur-Bereich wird teilweise auf hochmodernen Zeitfahrmaschinen um die beste aerodynamische Position gefeilt, um die entscheidenden Sekunden heraus zu holen. Doch im Schwarzwald zählte neben der Aerodynamik auch die Bergstärke, da mit 200 hm auf 16 km der Kurs alles andere als flach war. Die beiden Passauer konnten mit den Zeitfahr-Spezialisten nicht ganz mithalten, doch schafften sie ein bemerkenswertes Ergebnis. Martin Sommer fuhr in der Zeit von 23:51 min (Schnitt 40,25 km/h) auf Rang 8 in der AK M50 (Gesamt 86ter), Florian Wirth kam nach 23:53 min auf Rang 89 ins Ziel.
Am nächsten Tag folgte die längere und härtere Etappe, 110km, 2000 hm, 5 Bergwertungen, rauf auf 1020m. Hochmotiviert, um ihre Position zu verbessern, gingen die beiden in das Rennen. Bei der zweiten Bergwertung in Erwattingen konnte sich eine 20 Mann große Spitzengruppe absetzen, die beiden RSV-Athleten kämpften im Verfolgerfeld mit. Dazu berichtete Martin Sommer: „Da das Merkur-Druck-Team in der Spitze keinen Fahrer dabei hatte, versuchten sie, den Anschluss wieder herzustellen. Mit 6 Mann machten sie vorne immer Tempo, wir hingen wie an der Perlenschnur aufgereiht hinten drauf. Im Flachen oft über 50 km/h, da war keine Minute zum Durchatmen“. Trotzdem schafften sie es nicht, die Spitze wieder einzuholen, diese konnte ihren Vorsprung bis ins Ziel sogar auf 4 min ausbauen. In der Spitzengruppe waren absolute Top-Amateure vertreten. Der Sieg ging nach 2:48:30 Std an Florian Vrecko vom Team Strassacker (Schnitt 39,2 km/h). Mit dem Verfolgerfeld kamen die beiden RSV-ler an, Martin Sommer schaffte Rang 3 in seiner AK, errang dadurch auch den 3. Platz in der AK-Tour-Wertung, äußerst knapp um 0,2 Sekunden. Florian Wirth machte auch einen Sprung nach vorne auf Platz 18 in der AK.
Am dritten Tag folgte dann die Schlussetappe über 87 km, 1100 hm und nochmal 6 Bergwertungen. Es war noch nichts entschieden, in allen Klassen sind die Abstände sehr knapp, ob Tour-Gesamtwertung oder in den einzelnen Altersklassen. Für Sommer ist es heute nochmal der Kampf ums Stockerl, die ersten beiden sind zu stark und schon zu weit weg, aber zwischen Rang 3 und 5 sind nur 7 Sekunden Abstand. Gleich zu Beginn der Etappe hieß es volles Tempo, man suchte die Entscheidung. Die erste Rennstunde wurde trotz vieler Höhenmeter mit einem Schnitt von 43 km/h absolviert. Dann folgte der entscheidende Anstieg, 6 km lang, hier zerriss das Feld in mehrere Gruppen. Hierzu sagte Sommer: „Ich hatte nicht mehr die Beine, die schwere Etappe von gestern hinterließ doch ihre Spuren. Ich versuchte, mich solange wie möglich, in der vorderen Gruppe festzubeißen, doch langsam viel ich immer weiter zurück, mir fehlte die nötige Power, um dran zu bleiben“. Er überquerte die Bergwertung in der dritten Gruppe, knapp hinter dem Spitzenfeld. Der 52 jährige versuchte zwar noch den Anschluss zu finden, doch waren seine Bemühungen vergeblich. Seine Konkurrenten waren in der vorderen Gruppe vertreten, und so verlor er bis ins Ziel 3 Minuten auf sie. Florian Wirth ging es hier besser, konnte noch mithalten, doch bei der nächsten Bergwertung gab es die nächste Attacke in der Spitzengruppe. Der Eginger sagte nach dem Rennen: „ Wir fuhren schon mit hohem Tempo in den Berg hinein, oben raus drehten die Bergspezialisten noch mal so richtig auf, das war dann doch zu schnell, um für mich vorne zu platzieren“. Der 28 jährige hielt sich weiter mit der Verfolgergruppe, fuhr nach 2:12:38 Std. ins Ziel und konnte seinen 18. Platz in der AK verteidigen (Gesamt 38ter). Martin Sommer erkämpfte sich den 5. Platz in seiner AK (Gesamt 58ter). Hinter ihm belegte der Garmischer Bernd Kauer Platz 6, er verstärkt nächstes Jahr das Master-Team des RSV Passau. Sieger ihrer AK-M50 wurde Maik Beer aus Gera, der in dieser Saison schon öfter auftrumpfte, u.a. mit Rang 3 bei der WM in St. Johann. Den Gesamtsieg des Rothaus-Riderman holte sich Manuel Kirfel vom Bürstner-Dümo-Cycling Team.

Martin Sommer beim Einzelzeitfahren v.L.:Martin Sommer mit Florian Wirth v.L.: Florian Wirth, Bernd Kauer (2017 im Masterteam des RSV Passau) und Martin Sommer

Fotos: Martin Sommer
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