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Varese 2017




Holger Götze und Martin Sommer qualifizieren sich Rad-WM 2018
RSV-Athleten schaffen Norm für UCI-Gran Fondo-WM in Varese

Die UCI, der internationale Radsportverband, richtet jedes Jahr für Radamateure die sogenannte Gran Fondo World-Championship aus. Für diese WM können sich die Rennfahrer bei 21 verschiedenen Radmarathons weltweit qualifizieren, von Amerika, über Europa bis nach Australien. Die Weltmeisterschaft wird dann final in einem der teilnehmenden Ländern ausgetragen, für 2018 erhielt Varese in Italien den Zuschlag. Um dort starten zu dürfen, müssen die Qualifikanten unter den ersten 25 % der Altersklassen finishen.

Die Ausrichter boten dieses Jahr schon die Möglichkeit, sich auf dem Kurs der nächstjährigen WM, in Varese, zu qualifizieren. Holger Götze und Martin Sommer vom Arrivato/Run&Race-Team des RSV 1895 Passau nutzten die Chance, um die Strecke im nächsten Jahr dann schon zu kennen. Mit ihrer noch vorhandenen Rennform rechneten sie sich auch gute Chancen aus, die Qualifikation zu schaffen, obwohl in Italien die Konkurrenz erfahrungsgemäß immer sehr gut in Form ist. Auf die 130km lange Runde der „Tre Valli Varesini“ durch die Lombardei mit 2000 Höhenmetern machten sich insgesamt gut 1200 Athleten. Von Varese aus über die Alpe Tedesco zum Lugano See, weiter über Montegrino zum Lago Maggiore, und zurück über die Hügellandschaft der Lombardei zurück nach Varese. Die Altersklassen wurden in einzelnen Blöcken gestartet.

Holger Götze war noch sehr gut in Form, ging hoch motiviert in der M40-Klasse an den Start. Der RSV-Athlet aus Straubing schaffte die Anstiege immer vorne mitzufahren, und hielt sich damit in der Spitzengruppe sehr gut positioniert. Leider hatte er nach gut 90 km dann einen Plattfuß, musste den Reifen wechseln, und viel dadurch in die dritte Gruppe zurück. Mit eisernem Kampfgeist konnte er zwar noch in die zweite Gruppe vorfahren, nur den Weg nach ganz vorne schaffte er nicht mehr. Am Ende belegte er nach einer Fahrzeit von 3:49 Stunden Platz 39.

In der M50 Klasse startete Martin Sommer, er hatte mehr Mühe, die Hügel hochzukommen, die lange Saison hinterließ schon Spuren. Den ersten richtigen Anstieg nach 12 km, hinauf zur Alpe Tedesco, musste er schon die Spitze ziehen lassen, konnte sich aber in der zweiten großen Gruppe behaupten. Doch in dem folgenden Anstieg vom Lugano See nach Madonna di Ardena zerfiel diese Gruppe, der steile Anstieg mit bis zu 15% sprengte dieses Feld. Sommer fiel etwas zurück, schaffte in der Abfahrt und entlang des Lago Maggiore wieder den Anschluss nach vorne, um im weiteren Rennverlauf über die Höhenzüge der Lombardei wieder in die dritte Gruppe zurück zu fallen. Nach 3:58 Stunden erreichte der Passauer auf Platz 43 das Ziel, auch ihm reichte diese Platzierung noch für die Qualifikation.

Sichtlich erleichtert mit ihrem guten Abschneiden und der Qualifikation in der Tasche, meinten die beiden RSV-ler: „ Das wird nächstes Jahr ein sehr hartes Rennen. Die Strecke ist sehr schwer, die Abfahrten technisch schwierig, und die Konkurrenz mega-stark, mit den Besten der Amateur-Welt. Aber wir haben jetzt fast ein Jahr Zeit, uns darauf vorzubereiten.“ Und die beiden haben reichlich Trainingseifer.

v.L. Martin Sommer und Holger Götze in Varese