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Wolfram-Lindner-Gedächtnis-Rennen 2017


Holger Götze fährt in Chemnitz knapp am Stockerl vorbei
Platz 4 beim  Wolfram-Lindner-Gedächtnis-Rennen der Elite-Klasse

Ein hochkarätiges Straßenrennen über 65 km fand am Wochenende im Rossauer Wald bei Hainichen nahe Chemnitz statt. Namensgeber für das Rennen ist Wolfram Lindner, der von 1970 bis 1990 als DDR-Nationaltrainer arbeitete und Bernd Drogan, Uwe Raab und Uwe Ampler zum WM-Titel bei den Amateuren, sowie Olaf Ludwig 1988 zum Olympia-Sieg im Straßeneinzelrennen führte. Außerdem holte der von ihm trainierte Straßenvierer mehrere WM-Titel und den Olympia-Sieg 1988. Nach der Wende war er u.a. Nationaltrainer in der Schweiz, dem Iran und als Trainer beim Team Coast erfolgreich.
Zur 7. Austragung in allen Leistungsklassen traf sich hier die ostdeutsche Spitzen- Radszene. Das Rennen der Elite war sehr stark besetzt, vor allem durch die Bundesliga-Teams P&S Thüringen, KED-Stevens-Berlin und Ur-Krostritzer-Biehler. Bei hochsommerlichen Temperaturen um ca. 27 Grad versuchten diese Teams abwechselnd durch Attacken das Rennen schnell und unberechenbar zu machen. Am Ende stand dadurch ein guter 42er Schnitt auf dem Tacho. Das Arrivato/Run&Race-Team des RSV 1895 Passau war durch den Einzelstarter Holger Götze vertreten. Durch seine aufmerksame Fahrweise gelang es ihm zu Beginn des Rennens, dreimal in eine Ausreißergruppe zu gehen. Allerdings ging die Rechnung einer frühen Ausreißergruppe nicht auf. Alle diese Gruppen wurden wieder gestellt.
Die Straßen im Rossauer Wald waren sehr eng und die gestarteten ca. 50 Fahrer versuchten ständig, durch harte und enge Fahrweise sich nach vorn in eine bessere Ausgangsposition zu bringen. Deswegen kam es zur Halbzeit des Rennens zu einem größeren Sturz, der die gesamte Straße blockierte. Glücklicherweise war Götze zu diesem Zeitpunkt an der Vorderfront des Feldes positioniert und entging damit der heiklen Situation.
Drei Runden vor Schluss, ca. 15km vor dem Ziel, bildete sich wieder ein Dreiergespann mit Fahren von P&S Thüringen, KED-Stevens-Berlin und Ur-Krostritzer-Biehler. Diesmal setzte Holger Götze alles auf eine Karte und sprang der bereits enteilenden Gruppe hinterher. Mit letzter Kraft schaffte er den Anschluss und dann ging es Vollgas weiter, um einen Vorsprung herauszuarbeiten. Dies gelang Meter um Meter, dank gemeinsamer Zusammenarbeit. Zu Beginn der letzten fünf Kilometer hatten die Ausreißer ca. 30 Sekunden gewonnen. Auf den letzten fünfhundert Metern kam es am Schlußanstieg zu mehreren Attacken, die die Gruppe zerfallen ließen. Holger Götze konnte aufgrund der vorher geleisteten Nachführarbeit leider nicht mehr in den Endkampf eingreifen und musste sich mit Platz 4 zufriedengeben. Strahlender Sieger wurde Tobias Magdeburg von KED-Stevens-Berlin, vor Maximilian Schocke (Ur-Krostritzer-Biehler) und Poul Rudolph (P&S Thüringen).