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Große Erfolge im Jubiläumsjahr


RSV Passau erzielte im Jubiläumsjahr große Erfolge
Bayrische Meistertitel für Michael Peter und Susanne Apfel

Der RSV 1895 Passau feierte sein 125-jähriges Vereinsjubiläum, man hatte sich viel vorgenommen dieses Jahr. Der Verein hielt im Januar eine standesgemäße Feier im Rathaussaal ab, mit den Verbandsverantwortlichen und Gästen aus Politik und Sport. Als „Stargast“ hielt Profi Markus Burghardt vom Bora/hansgrohe-Team, einen interessanten Vortrag über seine mittlerweile 16-jährige Profilaufbahn. Und man plante im Mai die Bayrische Meisterschaft auszutragen, das ganze groß aufzuziehen, an zwei Tagen, mit Rennen in Patriching und Otterskirchen. Doch dann machte die Corona-Krise einen Strich durch die Rechnung. Aber trotz Corona hatten die Radrennfahrer genügend Möglichkeiten, ihrem Sport auszuüben, und sich eine sehr gute Rennform anzueignen. Denn die neue Radsaison beginnt schon im November.

Erstes Rennen in der Saison fuhr Bernd Kauer, ein Crossrennen in Magstadt. Querfeldein auf dem Gelände-Rennrad, über Stock und Stein, mit kleinen Laufpassagen, eine besondere Herausforderung, hier ist sehr gute Fahrzeug-Beherrschung gefragt. Im sehr großen Starterfeld belegte er den 19. Platz.
Martin Schätzl, ein begnadeter Mountainbike-Rennfahrer, der im Winter zum Verein wechselte, startete beim traditionellen Silvesterlauf in Peuerbach/OÖ, in dessen Rahmenprogramm ein MTB-Rennen stattfand. Vor den Hauptrennen der Lauf-Asse gehörte die Aufmerksamkeit von rund 7000 Zuschauern den Radsportlern. Auf dem Läuferkurs wurde zehn Runden a 850m ein Ausscheidungsrennen gefahren. Vom Startschuss weg setzte sich Schätzl an die Spitze des Feldes, um gefährlichen Zweikämpfen möglichst auszuweichen, und die Sturzgefahr zu minimieren. Diese Taktik ging voll auf, unbeschadet von einem Massensturz setzte er die rennentscheidende Attacke, und konnte so den Sieg mit großem Vorsprung feiern.

Weiter ging es mit dem „Drei König Winterrace“ in Bad Griesbach. Das Rennen wurde seinem Namen gerecht, und es galt oftmals seine Fahrtechnik sowie Frühform zu beweisen. Die 42 km lange Strecke bot Matsch, aber auch oftmals Schnee. Schätzl zeigte auch hier seine absoluten MTB-Qualitäten. Durch eine Attacke konnte er sich wieder absetzen, aber durch einen Defekt, und eine Fehlleitung durch Streckenposten, fiel er wieder auf Platz 10 zurück. Doch mit Ordentlich Wut im Bauch erkämpfte Schätzl sich noch Platz 3.
Danach im April würde normal die Straßensaison beginnen, aber wegen Corona wurden sämtliche Rennen abgesagt, erst im Sommer waren wieder erste Lichtblicke am Renn-Himmel erkennbar. Der Verein plante die Ausrichtung der Bayrischen Meisterschaft, Ende September an einem Tag, in Otterskirchen auszurichten. In der Zwischenzeit fanden bayernweit schon erste Rennen statt.

Michael Peter spezialisierte sein Training auf Derny-Rennen, hier starten die Radrennfahrer hinter kleinen Motorrädern auf der Freiluftbahn. Michael meldete bei der deutschen Meisterschaft in Oberhausen, schaffte hier den 16. Platz in der Elite-Klasse. Eine Woche später holte er dann zum großen Coup in Niederpöring aus. Hier wurde die Bayrische Meisterschaft/Derny ausgetragen. Zusammen mit seinem Schrittmacher Peter Bäuerlein setzten sie die entscheidende Attacke, und konnten sich so den Meistertitel sichern. Michael verteidigte somit seinen Titel vom Vorjahr.

Als Vorbereitung für die Bayrische/Straße starteten Michael Peter und Dawid Teweldbrhan beim Brandl-Gedächtnisrennen in Sonthofen. In einem harten und selektiven Amateurrennen, alle 60 gemeldeten Rennfahrer waren hochmotiviert und angespannt, jeder wollte zeigen, was er drauf hat. 12 Runden über 60 km mit einem entscheidenden Berg, und den immer wieder mit 400 - 500 Watt hochziehen, es war hier eine Art Ausscheidungsrennen, wer hält das hohe Tempo durch. Am Ende erkämpfte sich Michael Platz 13, Dawid schaffte Platz 19.

Wiedereinsteiger Christian Verschl, ein ehemaliger Spitzenradfahrer, fand auch wieder zurück zu seiner Leidenschaft, dem Radsport. Durch Besuche im Radmuseum von Run&Race reifte sein Beschluss, wieder ins Renngeschehen, und diesmal im RSV-Trikot, einzusteigen. Erste Duftmarken seines Könnens zeigte er bei Einzelzeitfahren in Treuchtlingen mit Platz 12, oder der bayr. Zeitfahrmeisterschaft in Loizenkirchen mit Platz 14.
Ein etwas längeres Zeitfahren hatten sich Martin Schätzl und Andreas Eibl in den Kopf gesetzt. Die Race Around Austria - Challenge , 560 km, 6.500hm rund um Oberösterreich , im 2er-Team gegen die starke österreichische Konkurrenz. Neuland für unsere beiden MTB-Quereinsteiger, auf dem Zeitfahrrad im ständigen Wechsel. Einer strampelte, der andere ruhte derweil, so kämpften sie sich durch die Nacht. Betreut von einem perfekten Team erreichten sie nach 15:25 Std. das Ziel in St. Georgen. Der Schnitt von 36,4 km/h spricht Bände über die Leistung der beiden. Mit Platz 10 konnten Eibl und Schätzl ein hervorragendes Ergebnis feiern.
Das absolute Saisonhighlight war die bayrische Meisterschaft in Otterskirchen, ausgerichtet vom Heimatverein, da waren alle RSV-Rennfahrer voll motiviert, wollten natürlich „Dahoam“ zeigen, was sie drauf haben. Und der Wettergott meinte es auch noch gut mit unserer Veranstaltung, genau am Renntag strahlend blauer Himmel, und noch relativ warm, nicht selbstverständlich für Ende September. 250 Rennfahrer/innen waren gemeldet in 12 Klassen. Die Strecke sehr selektiv, der Rundkurs über 11km und 150hm musste 2-10-mal befahren werden. Im Rennen der Senioren III waren die Passauer sehr stark vertreten mit Max Hagen, Bernd Kauer, Richard Sellner, Martin Sommer und Christian Verschl. Sommer war in absoluter Top-Form gestartet, mit Ziel um den Sieg zu kämpfen, und er konnte sich in der Spitzengruppe gut behaupten, aber musste sich im Endspurt nach 5 Runden knapp geschlagen mit dem Vize-Titel begnügen. Die weiteren Platzierungen: Hagen 13, Kauer 16, Sellner 18, Verschl 20. Mehr Rennglück hatte Consul-Cup-Siegerin Susanne Apfel. Nach 2 Runden erkämpfte sie sich den bayrischen Meistertitel in ihrer Altersklasse. In der Frauenklasse zeigte Michaele Barz, eigentlich auch auf dem MTB Zuhause, dass sie auch auf dem Rennrad sehr schnell unterwegs ist, und überzeugte mit einem 7. Platz. Im Hauptrennen, der Eliteklasse über 10 Runden, wollte Thomas Kapfhammer ein erfolgreiches Comeback hinlegen. In seinem letzten Rennen vor 5 Jahren konnte er genau auf dieser Strecke einen Fulminaten Sieg feiern. Hochmotiviert und super gut in Form, ließ er seine Qualitäten nochmal aufblitzen. Obwohl es zum absoluten Spitzenplatz nicht mehr reichte, erzielte Kapfhammer mit Platz 13 in dem hochklassigen Fahrerfeld ein sehr beeindruckendes Ergebnis. Auch Michael Peter hielt sich wacker in dem großen Feld, musste am Ende doch mal reißen lassen, und belegte den 41. Platz. Alles in allen war es für den RSV Passau ein sehr erfolgreicher Renntag, die Strapazen wegen der vielen Corona Auflagen, waren des vielen Lobes von allen Seiten, schnell vergessen.
Der Herbst stand dann nochmal ganz in Zeichen der MTB-Rennen. Direkt vor der Haustür richtete der RSC Tittling den Woidman aus, und wieder war das eine Herausforderung für Martin Schätzl. Er wählte die Langdistanz, 88km und 2900hm, die Bedingungen schwierig, nass und kalt. Am Start starke Konkurrenz, und Schätzl hielt sich lange in der Spitzengruppe, schielte schon auf das Podest. Doch die widrigen Verhältnisse zehrten mächtig an Körper und Maschine, und nach 4:20 Std erkämpfte er sich den 9. Platz.

Das Finale Rennen stellte die Salzkammergut-Trophy, das Highlight der MTB-Szene. Auch hier wieder mit Martin Schätzl, dieses Mal gegen österreichische Konkurrenz, die das Rennen zur Staatsmeisterschaft auserkoren haben. Wegen der widrigen Verhältnisse, Schneefall setze ein, wurde die Strecke auf 42km und 1600hm verkürzt. Aber kein Problem für Schätzl, er ließ es auf der Strecke richtig krachen, egal ob den Berg hoch oder die Abfahrt runter, und sicherte sich so den Sieg mit 10 min Vorsprung.

So gesehen waren die RSV-Athleten trotz der Corona-Krise auf den wenigen Rennen doch sehr erfolgreich unterwegs. Und sie hatten auch sehr großen Trainingsfleiß. Kilometer-König wurde dieses Jahr wieder RTF-Fahrer Rainer Lepold, mit unglaublichen 23.000km Jahresleistung. Insgesamt hat er mit dem Rad schon 800.000km zurückgelegt. Als Kilometer-Königin beeindruckte Viktoriya Ivashchuck mit akribischer Trainingsmotivation. Sie sammelte fast 15.000 km dieses Jahr, und hat sich vorgenommen, ab nächstem Jahr dann Rennluft zu schnuppern.



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